AKTUELL:DASJAHRBUCH2011DERKULTURRADPFADE

Am 13. Dezember 2011 wurde das JAHRBUCH 2011 der KULTUR RAD PFADE in Anwesenheit von LHStv. Dr. Peter Kaiser (Gesundheits- und Sportreferent Land Kärnten) und Herausgeber Mag. Heinz Pichler (Obmann Verein Impulse) von Steffi Feodorow, Bakk.a (Projektkoordination KULTUR RAD PFADE) präsentiert.
Getreu dem KULTUR RAD PFADE-Motto „Gemeinsam gemütlich Geschichte erfahren“ wurden in der Saison 2011 elf Mal die Erfahrungshorizonte erweitert. Die bewusste Wahl des dafür benötigten Fortbewegungsmittels steht dabei natürlich an wichtiger Stelle: das Fahrrad. Doch ein Fahrrad alleine macht noch keinen KULTUR RAD PFAD. Die sorgfältig ausgewählten Referent/innen, mitunter experimentierfreudig und bereit für Neues, bringen kulturelle Verve in die Pfade.
Im JAHRBUCH 2011 kommen nun alle an der Veranstaltung beteiligten zu Wort: Initiator/innen, Sponsor/innen, Referent/innen und Teilnehmer/innen und berichten von ihren individuellen Erfahrungen auf und abseits der üblichen kulturellen Pfade. Diese Erfahrungsberichte mit umfangreichen Fotostrecken geben einen wunderbaren Einblick in die Veranstaltungsreihe.Alles in allem wertvolle Beiträge, um gemeinsam über Zielen, Chancen und Perspektiven der KULTUR RAD PFADE nachzudenken.

Sie können das KULTUR RAD PFADE JAHRBUCH 2011 „Gemeinsam gemütlich Geschichte erfahren“ ONLINE anfordern – es ist außerdem ab morgen (15. Dezember) in der Buchhandlung Heyn erhältlich. Die Abgabe des Jahrbuchs ist kostenlos. Wir bitten zur Deckung der Druck- und Versandkosten jeweils um eine freiwillige Spende als Druckkostenbeitrag. Bankverbindung: SPARDA Bank / BLZ 46660 / KNR 041044.


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DIEKULTURRADPFADEDESVEREINS

Die KULTUR RAD PFADE des Vereins Impulse starten heuer mit ihren geführten Radwanderungen am Muttertag, dem 8. Mai 2011. Auf insgesamt elf ausgewählten Themenpfaden werden wir bis September in den Regionen rund um Klagenfurt, Maria Saal, Mittelkärnten, Bleiburg, Villach und im Gailtal, im Rosental sowie in Italien und Slowenien mit dem Rad unterwegs sein. Neue und bewährte ReferentInnen laden zu literarischen, kunst- und kulturhistorischen, sozial- und zeitgeschichtlichen, natur- und sprachwissenschaftlichen wie auch architektonischen KULTUR RAD PFADEN ein.

Zwei Neuerungen finden Sie im Jahresprogramm 2011. Zum einen bieten wir heuer erstmals einen Drei-Tages-KULTUR RAD PFAD an (von Tarvis nach Görz), um so mehr Zeit zu haben, Sehenswertes am Reiseziel erkunden zu können. Der E-BIKE KULTUR RAD PFAD in der Region bei Bleiburg ist die zweite Novität. Frei nach unserer Devise „Gemeinsam gemütlich Geschichte erfahren“ erhält jeder Teilnehmer auf Wunsch kostenlos ein E-Bike geliehen, um die neue Fahrtechnologie auszuprobieren und die Strecke mühelos bewältigen zu können.

Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass unsere Veranstaltungen von den Wetterverhältnissen abhängig sind und bei Regenwetter nicht stattfinden. Zwei ausgefallene Touren aus dem Vorjahr werden daher im diesjährigen Programm aufgrund der hohen Nachfrage wieder angeboten (Wörthersee-Architektur am 8. Mai und Harpfen und Kösn am 3. Juli - siehe Programmüberblick). Die Treffpunkte der Touren sind ebenso geplant, dass sie problemlos mit den OeBB zu erreichen sind. Auskünfte erhalten Sie unter der Rufnummer 051717 bzw. auf www.oebb.at

Für die Teilnahme am KULTUR RAD PFAD wird ein Unkostenbeitrag erhoben. Dieser inkludiert ein Essen und ein Getränk am Ende der Veranstaltung.

Erfahren Sie auch dieses Jahr wieder Land und Geschichte!
Stefanie Feodorow, Projektkoordinatorin

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NEUEWEGEZURKULTUR

Die Zahl der zwischen Mai und Oktober 2010 angebotenen KULTURRADPFADE hat sich in diesem Jahr verdoppelt.
So sind es in diesem Jahr bereits 14 geführte KULTURRADPFADE des Vereins IMPULSE, die die „KulturradlerInnen“ durch eigene „Er-fahrung“ an die mehr oder we­niger gut erhaltenen historischen Stätten oder Schauplätze der Kulturgeschichte des Landes Kärnten und seiner Nachbarregionen führen.
Zu unserer Freude hat es sich gezeigt, dass es in Kärnten bereits weitaus mehr Exemplare dieser noch eher seltenen Spezies der „KulturradfahrerInnen" gibt, als vermutet.
Das Radfahren und seine damit zusammenhängenden sinnlichen Erfahrungen bleiben einerseits nicht mehr auf ein rein körperlich dominiertes Erlebnis beschränkt, andererseits werden kulturelle Aktivitäten durch gesunde körperliche Tätigkeit ergänzt.
So wird in dieser Broschüre allen „KulturradlerInnen“ eine Mixtur aus einer entschleunigten Fort­bewegungsform, Erkenntnis und Erlebnis für eine Erweiterung der eigenen Erfahrungshorizonte geboten.
Auf den folgenden Seiten werden diese Themenpfade mit ihren verschiedenen Schwer­punkten aus Industriegeschichte, zeitgenössischer Literatur, Nationalsozialismus und Erinnerungskul­tur, Architektur, Umweltbewusstsein sowie Bildender Kunst näher beschrieben.
Sie sind auch heuer wieder herzlich eingeladen, mit uns quer durch Land und Geschichte zu radeln!

Stefanie Feodorow, Projektkoordinatorin, Verein IMPULSE
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ÜBERDIEKULTURRADFAHRER

Die „Kultur-Rad-Fahrer“ – die hier charakterisiert werden sollen – sind in unseren Breiten (noch) unbekannte Erscheinungen. Wie überhaupt kultursinnige Radler selten beobachtbar sind. Vielmehr ist der/die durchtrainierte, hagere, in schicken Raddressen gekleidete Radsportler/innen anzutreffen, der/die – seien wir doch ehrlich – der Maßstab des Radsports schlechthin ist; jener Typus, dem viele Freizeitradler wie einem großen Vorbild nacheifern! Als erstrebenswerte Idole springen sie am Mountainbike über Waldwege und Bergstraßen oder flitzen mit dem Renngerät, beinahe auf dem Radl liegend, mit fünfzig Kilometern pro Stunde auf der Asphaltpiste!
Eher selten trifft man Radler/innen, die nicht in der üblichen gebeugten Haltung sondern in aufrechter Sitzposition, mit gutem Überblick und dosierter Geschwindigkeit auf Radwegen unterwegs sind oder ganz schlicht die Gegend befahren. Zumeist sind es Menschen, die eine innere Ruhe und Abgeklärtheit ausstrahlen. Geschäftige Hektik oder ständige Mobiltelefonate sind nicht ihre Sache. Gewisse Ähnlichkeiten zum „Kulturradfahrer“ sind bereits erkennbar: Gelassenheit, Gemütlichkeit, Freude … und so weiter.
Nun, welche Eigentümlichkeiten könnte man dem selten anzutreffende Exemplar des Kulturradfahrers noch zuschreiben? Eine idealtypische Darstellung lautet so: ER, und selbstverständlich gleichzusetzen auch SIE, ist in erster Linie begeisterte/r Fahrradfahrer/in, aber in gleichem Maße auch eine Person mit weltoffenem Blick, die die sie umgebende Wirklichkeit bewusst erfährt!
Das „Er-fahren“ erfährt so gesehen eine doppelte Sinndeutung – erfahren bedeutet aktives Tun, sich zu bewegen, anstrengen, schwitzen, die Augen offen halten, aufmerksam sein, durch regelmäßiges Treten der Pedale einen Rhythmus finden, den Fahrtwind genießen, den Gegenwind oder einen gewittrigen Regenschauer verwünschen. Sie/Er ist jemand, der das Radfahren, diese ausbalancierende Fortbewegungsart, aktiv erlebt. Radfahren wird als Genuss verstanden und äußere Eindrücke wirken wie Intuitionen. Diese Erfahrung des „Genussfahren“ wird nun durch bewusste Unterbrechungen – jetzt kommen die Pfade ins Spiel – verstärkt. Die Begehung von kulturhistorischen Stätten erlebt sie/er nicht als unangenehmen Aufenthalt sondern als Bereicherung. Die Erkundungen von verstecktem Wissen wirken wie Lehrgänge für neugierige Beobachter. Die Verbindung von Bewegung und geistiger Erfrischung erweckt Zufriedenheit, die zum Weitererzählen animiert.
Kulturradfahrer sind so betrachtet „erfahrene“ Menschen und eine gewisse „Wachheit für letzte Fragen“ (Hartmut von Hentig) animiert sie zu immer neuen kulturellen Erlebnispfaden! Die Philosophie des Kultur-Rad-Pfades: Bewegung, Erlebnis, Erkenntnis und Genuss – zugleich.
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Gerhard Maurer
MITDEMRADGESUNDDURCHLANDUNDGESCHICHTE

Wer Köpfchen hat ... will es meist unbeschadet behalten, daher heißt die Devise „immer mit Helm“, egal ob die Strecke kurz oder lang ist.
Ein krummer Rücken kann nicht entzücken: Eine stabile und möglichst aufrechte Haltung beugt Schmerzen vor, das gilt auch für das Fahrrad. Je höher der Lenker eingestellt wird, desto leichter fällt die richtige Haltung.
Fest im Sattel: Die gesamte Sattelfläche soll ausgenützt werden. Die richtige Sitzhöhe ist für eine Entspannte Sitzposition wichtig. Ist der Sattel richtig eingestellt, kann das Knie bei vollständig nach unten durchgetretenen Pedal gestreckt werden. Bei zu hoher Sitzposition kommt es zu einer Verdrehung des Beckens. Leicht abgewinkelte Arme entlasten die Ellenbogengelenke.
Alles im Griff: Lenker immer mit beiden Händen festhalten. Ein Lenker, der unterschiedliche Griffpositionen zulässt, ist ideal. Immer locker bleiben: Besonders bei den Schultern darauf achten, dass sie immer locker und tief gehalten werden, denn wenn sie zu weit nach vorne hängen, führt das zu Verspannungen. Auch den Kopf muss man in der Verlängerung der Wirbelsäule halten um eine Überstreckung zu vermeiden.
Trittsicher: Durch festen Kontakt der Fußballen mit den Pedalen wird die Kraft der Beinmuskulatur optimal auf das Fahrrad übertragen.
Zurückschalten: Bei Langstreckenfahrten eher mit leichten Gängen fahren. Zu lange mit schweren Gängen unterwegs sein bedeutet eine vorzeitige Ermüdung der Beinmuskulatur. Außerdem werden die Kniegelenke belastet. 60 bis 80 Umdrehungen pro Minute sind optimal für fitness- und gesundheitsorientiertes Radfahren.
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